Feste Narva und die Burg Ivangorod

Narva , Estland
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Estland und Russland. Narva und Ivangorod. Die Feste Narva und die Burg Ivangorod. All das gibt es an eine Ort, der für die europäische Geschichte entscheidend war. Zwei Burgen, die sich direkt an der Grenze zwischen Russland und Estland befinden, haben ihre Besitzer im Laufe der Geschichte gewechselt - Dänemark, Schweden, der Schwertbrüderorden, Deutschland, USSR, Russland und Estland. Militärkonflikte, politische Gefangene, verheerende Schäden und Wiederaufbau: Diese beiden Geschwisterburgen haben in der europäischen Geschichte eine Schlüsselrolle gespielt.

Feste Narva

Die Gründung der Feste Narva (auch Hermannsfeste) liegt im 13. Jahrhundert, als die Dänen Festungen aus Holz bauten. Die Konstruktion wurde allmählich verbessert und ermächtigt, was zu der Erbauung der Stadt Narva (Name des Flusses, in dessen Nähe die Feste erbaut wurde) führte.

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Später wurde die Feste Eigentum des Schwertbrüderorden, der mit dem Bau der bemerkenswertesten Sehenswürdigkeit der Feste begann - dem Hermannturm. Im Laufe ihrer Existenz gab es trotz der ständigen Besitzerwechsel zahlreiche Wiederaufbauten - nach dem Orden wurde es von den Russen übernommen, dann von den Schweden, die die Festung und das Territorium der Feste unter der Aufsicht des legendären Ingenieurs Erik Dahlbergh bedeutend vergrößert haben.

Ironischerweise hat Peter der Große, der bestimmt hat, dass die neu gebauten Verbesserungen geschützt werden sollten, die Feste im Nordischen Krieg erobert. Nachdem die Feste in der Hand Russlands und später Estlands war wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, was zu zahlreichen Renovierungen führte, die bis heute im Gange sind.

Burg Ivangorod

Diese Burg wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Narva gebaut - quer gegenüber beim estnischen Nachbarn. Sie war von Anfang an das Zentrum militärischer Konflikte, da sie ständig zwischen Russen und Schweden wechselte. Ähnliche wie die Nachbarburg wurde auch Ivangorod neu erbaut, vergrößert und erweitert - drei Türme wurden gebaut, zum Beispiel der Vorratsturm, und die Kirche Virgin's Dominion im inneren der Burg. Als das Gebäude nahezu 100 Jahre lang dem schwedischen Monarchen gehörte, hat die Burg auch als Gefängnis für Jacob Kettler, Graf von Courland (West-Lettland) gedient. Dieser war einer der herausragendsten Herrscher jener Zeit im Baltikum und wurde zusammen mit seiner Familie von den Schweden gefangen genommen.

Genau wie die Feste Narva wurde auch diese Burg von Peter dem Großen erobert und wurde 200 Jahre später Eigentum des unabhängigen Estland.

Trotzdem, dass die beiden Burgen auf verschiedenen Seiten der Grenze stehen und Todfeinde repräsentieren, haben sie mehr gemeinsam, als man glauben würde: beide Burgen wurden mehrfach neu erbaut und haben ständig die Besitzer gewechselt. Es ist nicht überraschend, dass die "Freundschaftsbrücke", als Verbindung für Russland und Estland insbesondere und Europa im Allgemeinen gebaut wurde.

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